Dörfer Südküste

Lentas & Dytikos: der ehrliche Guide zum alten Hippie-Süden

Ein winziges Dorf unter der Löwen-Landzunge mit einem antiken Heilheiligtum und einer langen Vergangenheit des wilden Campens.

Lentas versteckt sich unter einer Landzunge, die unverkennbar wie ein schlafender Löwe geformt ist, am Ende einer langen Bergstraße südlich von Mires. Die alten Griechen kamen wegen der Heilquelle des Asklepios hierher; Reisende der Siebzigerjahre kamen wegen der Freiheit, und manche gingen still nie wieder weg. Was bleibt, ist ein Dorf von vielleicht hundert Seelen, eine Handvoll Tavernen über einer Kies-Sand-Bucht und — über die westliche Anhöhe bei Dytikos — ein längerer Strand, an dem die alte Freigeist-Tradition noch atmet.

Die ehrlichen Fakten

Anreise
etwa 1 h 30 von Heraklion über Mires und Miamou; der letzte Abstieg ist haarnadelkurvig, asphaltiert und langsam. Kommen Sie mit Treibstoff und Geduld.
Die Dorfbucht
geschützt, sauber, in der Saison teilweise organisiert (ein paar Liegen-Sets, etwa 6–8 €), Tavernen direkt über dem Wasser.
Dytikos
zehn Minuten zu Fuß nach Westen — breit, wilder, Tamariskengruppen, in manchen Saisons eine Strandbar und eine langjährige FKK-Tradition an den fernen Enden; Leben und leben lassen ist das geltende Gesetz.
Das Heiligtum
die Ruinen des antiken Levin — Mosaik des Asklepios-Tempels inklusive — liegen eingezäunt, aber sichtbar am Dorfrand; fünf ungehetzte Minuten tiefer Zeit.
Ausstattung
zwei Minimärkte, keine Bank, lückenhafte Kartenzahlung — Bargeld mitnehmen.
Das Dorf und der Tamariskenstrand von LentasDie löwenförmige Landzunge vom Wasser aus
Die Tamariskenbucht unter dem Dorf — und die Landzunge des schlafenden Löwen, die Lentas seinen Namen gab

Der Lentas-Rhythmus

Morgens schwimmt man in glattem Wasser; nachmittags verschwindet das Dorf kollektiv im Schatten; abends tauchen alle wieder auf für die langsamsten Abendessen der Insel, dann die Himmelsvorstellung — Lichtverschmutzung ist hier ein Gerücht. Die Tage unterscheiden sich hauptsächlich durch die Wahl der Taverne und des Buchs.

Zu wem es passt

Langzeit-Langsamreisende, Paare auf der Flucht vor Reiseplänen, Alleinwanderer (der E4 kommt vorbei) und Veteranen früherer Epochen des Dorfes, die mit Enkeln zurückkehren. WLAN gibt es; Eile nicht.

Der ehrliche Nachteil

Abgelegen heißt abgelegen: Die Fahrt entmutigt Spontaneität, die Strände sind kiesellastig, das Nachtleben ist ein zweiter Raki, und Designhotel-Komfort wird zu keinem Preis verkauft. Dieser Filter ist das Produkt.

Ihre Zeit wert, wenn: Sie die Südküste in ihrer ungehetztesten und geschichtenreichsten Form wollen. Lassen Sie es aus, wenn: ein stiller Abend Ihr Kontingent erfüllt — machen Sie stattdessen einen Tagesausflug von einer Basis in Matala.

Fotos auf dieser Seite: die Bucht und die Landzunge von Gortyna (CC BY-SA 4.0), über Wikimedia Commons, fürs Web verkleinert. Alles oben Stehende wurde zu dem Datum geprüft, das oben in diesem Guide steht. Niemand zahlt dafür, in einem Guide vorzukommen — kein Betrieb, kein Sponsor, keine bezahlte Erwähnung, nie. Werbung ist, wo sie erscheint, als Werbung gekennzeichnet.

Schnelle Antworten
Wie kommt man nach Lentas?

Etwa anderthalb Stunden von Heraklion über Mires und Miamou, mit einem letzten Abstieg in Haarnadelkurven, asphaltiert und langsam. Kommen Sie mit Treibstoff und Geduld — es gibt keine Bank im Dorf, und Kartenzahlung ist lückenhaft, also Bargeld mitnehmen.

Was ist der Unterschied zwischen Lentas und Dytikos?

Lentas ist die geschützte Dorfbucht mit Tavernen direkt über dem Wasser und ein paar Liegen-Sets für etwa 6–8 €. Dytikos liegt zehn Minuten zu Fuß westlich — breiter, wilder, mit Tamariskengruppen und einer langjährigen FKK-Tradition an seinen fernen Enden.

Was sind die Ruinen in Lentas?

Das antike Levin, einschließlich eines Mosaiks aus dem Asklepios-Tempel, eingezäunt, aber am Dorfrand sichtbar. Die alten Griechen kamen wegen der Heilquelle hierher, und das ist der rote Faden des ganzen Ortes — fünf ungehetzte Minuten tiefer Zeit.

Warum ist Lentas wie ein Löwe geformt?

Die Landzunge, unter der es liegt, hat unverkennbar die Form eines schlafenden Löwen, und daher kommt der Name.

Was kann man in Lentas unternehmen?

Sehr wenig, mit Absicht. Morgens schwimmt man in glattem Wasser, nachmittags verschwindet das Dorf im Schatten, abends tauchen alle wieder auf für die langsamsten Abendessen der Insel — und dann die Himmelsvorstellung, denn Lichtverschmutzung ist hier ein Gerücht.

Die ehrliche E-Mail

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